Teilprojekt 4
Diskriminierungswahrnehmung und politische Einstellungen und Teilhabe
Das Gefühl, diskriminiert, zurückgewiesen und feindselig behandelt zu werden, hat reale Folgen. Menschen, die diese Erfahrung machen, haben beispielsweise mit gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen und fühlen sich in ihrem Alltag insgesamt stärker belastet.
Musliminnen und Muslime fühlen sich häufiger diskriminiert als andere Bevölkerungsgruppen in Deutschland. Dieses Gefühl kann in ihrem Alltag sehr belastend sein. Das Teilprojekt 4 untersucht, welche Folgen es für Muslime und Musliminnen persönlich hat und wie es sich auf ihren Blick auf die Gesellschaft und das politische System in Deutschland auswirkt, wenn sie Diskriminierung erfahren.
Zentrales Forschungsinteresse und Vorgehen
Fokusgruppen-Studie
Wie erleben Musliminnen und Muslime Stigmatisierung und Diskriminierung in ihrem Alltag? Was tun sie, um sich dagegen zu schützen und damit zurecht zu kommen? In Gruppendiskussionen kommen Musliminnen und Muslime zu Wort und berichten über ihre alltäglichen Erlebnisse. Ziel dieser Studie ist es, die vielfältigen Strategien aufzuzeigen, die Musliminnen und Muslime einsetzen, um Diskriminierungserfahrungen zu bewältigen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie die Gesprächsteilnehmenden ihre Chancen zur gesellschaftlichen Teilhabe und Veränderung einordnen und ausüben.
Umfrage-Studie
Bisher gibt es wenige Daten dazu, wie Diskriminierungserfahrungen politische Einstellungen von Musliminnen und Muslimen in Deutschland beeinflussen. Ebenso gibt es kaum Studien dazu, wie Menschen in Deutschland, die nicht muslimischen Glaubens sind, auf Diskriminierung von Musliminnen und Muslimen reagieren. Durch Umfragen, die auch experimentelle Ansätze enthalten, wollen wir mehr zu diesem Zusammenhang herausfinden.
Team
Leitung

Dr. Stephanie Müssig
- Telefon: +49 9131 85-26380
- E-Mail: stephanie.muessig@fau.de
Wissenschaftliche Mitarbeit
Umfrage-Studie, Fokusgruppen-Studie
Inken Okrug
Katharina Weinmann
Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Dr. Yunus Hentschel