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Mathias Rohe zum legalistischen Islamismus als Gefahr in Deutschland

Foto: dpa/Michael Kappeler (RP Online)

In einem Beitrag vom 21. Juli auf der Nachrichten Plattform tagesschau.de gibt Mathias Rohe, Juraprofessor, Islamwissenschaftler und Gründungsrektor des EZIRE, eine Einschätzung zum Umgang mit dem legalistischen Islamismus in Deutschland ab.

Er erörtert, dass einige islamrechtliche Positionen zu Körperstrafen, die von legalistisch-islamistischen Gruppierungen wie der Furkan-Gemeinschaft vertreten werden, theologisch heute kaum noch vertretbar seien: „Die meisten islamisch geprägten Länder haben diese drakonischen Körperstrafen abgeschafft. Und das lässt sich durchaus auf der Basis von Scharia Argumentationen begründen, wenn man das islamische Recht als eine dynamische Materie liest.“

Neben der Kritik an legalistisch-islamistischen Bestrebungen warnt Rohe jedoch auch vor Verallgemeinerungen: „Wenn beispielsweise schon die Verwendung des Wortes Scharia, die islamische Normenlehre, als Verdachtsfall gilt, dann ist das weit übers Ziel hinausgeschossen. Denn Scharia kann auch heißen: beten, fasten, also schlicht und ergreifend Gebrauch machen von der Religionsfreiheit.“