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Die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee – ein Gastkommentar von Hüseyin Çiçek im Wiener Standard

Bildquelle: REUTERS/Fatih Saribas

Am 13. Juli kommentierte der assoziierte EZIRE-Mitarbeiter Hüseyin Çiçek im Wiener Standard die Rückumwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee durch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan.

Für Çiçek bedeutet diese Umwandlung nicht nur einen Angriff auf die Religionsfreiheit in der Türkei, sondern auch auf den interreligiösen Dialog. Parallel dazu würden sich die autoritären Tendenzen in der Innenpolitik verstärken und die steigende soziale Ungerechtigkeit führe zur weiteren Polarisierung der türkischen Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund bleibe der Regierungspartei AKP nur die Flucht in inhaltsleere, religiös-populistische Symbolpolitik.

Als der Begründer des modernen türkischen Staats, Mustafa Kemal Atatürk, 1934 die Hagia Sophia in ein Museum verwandelte, sei damit signalisiert worden, dass die im Zuge des Ersten Weltkriegs aufgerissenen konfessionellen Gräben keine Kontinuität in der Türkei haben sollten.