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Grenzen muslimischer Seelsorge

Bild:
PantherMedia / Lisa Vanovitch

Wie gestaltet sich muslimische Seelsorge in Justizvollzugsanstalten? Wie ist die Situation der Muslime in Haft? Wie kann diese verbessert werden? Welche Projekte nehmen sich der Thematik an?

Islamische Gefangenenseelsorge steht noch am Anfang, auch wenn die (improvisierten) Kooperationen zwischen Justizvollzugsanstalt und einzelnen Moscheegemeinden bereits zum Teil mehrere Jahrzehnte bestehen. Über neue Ergebnisse und seine Eindrücke zur Situation sprach Mathias Rohe im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Dabei machte er Folgendes deutlich: Das Problembewusstsein bezüglich Radikalisierung im Strafvollzug existiere zwar, doch für eine „adäquate Seelsorgeversorgung“ fehle es an qualifiziertem Personal und bestimmten Rahmenbedingungen. Seelsorge sei jedoch aus zweierlei Gründen notwendig: „als Radikalisierungsprävention und auch für die Grundversorgung“. In MUSA (Muslimische Seelsorge Augsburg) sieht Rohe ein vielversprechendes Projekt: Jene Projektbetreiber hätten bereits wichtige Anfangsarbeit geleistet, doch sie könnten „von Augsburg aus nicht einen so großen Flächenstaat wie Bayern abdecken“, so Mathias Rohe im Interview. Deshalb seien Überlegungen lohnenswert, wie solche Projekte in anderen Teilen des Freistaats etabliert werden könnten.

Auch in seiner neuen Publikation (2016) widmet sich Mathias Rohe der islamischen Seelsorge in Deutschland: Der Islam in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme. S. 214-220.
In einem Beitrag in der Fachzeitschrift Forum Strafvollzug – Zeitschrift für Strafvollzug und Straffälligenhilfe bearbeitet er das Thema „Bedeutung und Perspektiven der Seelsorge im Justizvollzug“ (1/2014, S. 53-58).

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