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EZIRE in den Medien

Podcast der Voralberger Nachrichten mit Hüseyin Çiçek: Teil 1 und 2

Im Hintergrundgespräch zur Serie „Türkisches Voralberg“, die der EZIRE-Mitarbeiter Çiçek als Co-Autor begleitet, widmen sich die beiden Teile des VN-Podcasts dem Einwanderungshintergrund und Lebenswelten (Teil 1), sowie Parallelgesellschaften und politischen Einstellungen (Teil 2). (11. & 12.10.2018)

Im ersten Teil des Podcasts reflektiert der Politologe über die ersten Wochen mit der Serie „Türkisches Voralberg“. Die emotionalen und überspitzten Reaktionen zeigten, wie wichtig das Thema und mehr Informationen über die türkische und muslimische Bevölkerung in Voralberg sei. Er geht weiter auf unterschiedliche Dynamiken im Arbeitsalltag der türkischen Gruppierungen ein und beleuchtet das große Thema der institutionellen Repräsentation der türkischen Community.

Teil 2 des Podcasts wird von VN-Chefredakteur Gerold Riedmann mit der steilen These „Wir leben in einer sauberen Parallelgesellschaft, oder Hüseyin?“ gestartet. Çiçek differenziert diese Aussage zunächst und geht darauf ein, dass in vielen Bereichen des Lebens, besonders bei der Berufsausübung, Kontaktpunkte herrschten. Es stimme aber, dass – verstärkt durch die digitalen und sozialen Medien – unterschiedliche Nachrichten konsumiert würden und dass man sie „in einem viel besseren, schnelleren und gefühlt gefilterten Kontext bekommt“. Das Ende des Gesprächs wird von den Herausforderungen dominiert, die durch die Politik der Türkei für die türkische Community, aber auch für die österreichische und deutsche Politik entstehen.

Integration bringt Konflikte

Dr. Hüseyin Çiçek im Interview mit den Voralberger Nachrichten über Diskussionen als Ausdruck erfolgreicher Teilhabe an der Gesellschaft. (09.10.2018)

Viele Teile der türkischen Gesellschaft in Vorarlberg seien schon gut integriert und nehmen am Leben teil, doch Integration bedeute nicht, in Harmonie miteinander zu leben. Grundsätzlich spielten Vereine in allen Einwanderungsgruppen eine wichtige Rolle, sie dienten als Stück Heimat und böten die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten zusammenzukommen. Gewissermaßen seien türkische Vereine, die verschiedene gesellschaftliche und politische Aufgaben übernommen hätten, das Sprachrohr gewisser Teile der türkischen Einwanderungsgesellschaft. Mitglieder der Vereine säßen in verschiedenen Integrationsplattformen, sowohl in Gemeinden als auch auf Landesebene. Neben der eigenen Interessensvertretung versuchten sie auch, zwischen Vereinsmitgliedern und Politikern der Mehrheitsgesellschaft zu vermitteln. Ein Thema, das zum Beispiel derzeit in der Community diskutiert werde, sei die doppelte Staatsbürgerschaft. Manche meinten, dass die Türken im Land nicht akzeptiert würden, egal was sie tun, andere versuchten die Wogen zu glätten. Die Debatten über Integration seien emotionaler geworden, da die Einwanderungsgesellschaft sichtbarer wurde – große Teile nähmen an der Gesellschaft teil. Durch diesen positiven Wandel kämen Themen zur Sprache, die vor einigen Jahren nicht auf der Tagesordnung standen. Früher meinte man, Integration führe zu Harmonie, doch gelungene Integration führe dazu, dass man in Spannung zueinander stehe, dass man gewisse Entwicklungen kontrovers diskutieren könne. Wenn sich neu gegründete türkische Parteien innerhalb der Verfassung und der Gesellschaftsordnung bewegten sowie die Interessen der in Österreich lebenden Menschen vertreten, sei dies Teil gelungener Integration, so Çiçek. Teilhabe an der Gesellschaft würde durch die Sprachförderung gestärkt, dies rufe nicht nur Harmonie hervor – Wenn man Leute zu Emanzipation erziehe, vertreten sie ihre Meinung. Diese Spannungen müsse man aushalten, man habe auch innerhalb der Mehrheitsgesellschaft mit extrem rechten Positionen zu kämpfen, die man auch nicht einfach wegschicken könne. Um mit extremen Positionen umzugehen, müsse man wachsam sein, mit wem man öffentlich auftrete und wen man in einen Integrationsbeirat einlade. Dazu müsse man sich in der Einwanderungsgesellschaft auskennen und die Sprache sprechen.

Mord an Clan-Mitglied in Berlin

Mathias Rohe im Interview mit n-tv.de zu möglichen Motiven der Tat, der Lage und Geschichte der Clans in Berlin und möglichen Folgen und Lehren für den deutschen Rechtsstaat. (10.09.2018)

Der Jurist und Islamwissenschaftler des EZIRE bewertet die Tat als möglichen Racheakt oder Teil eines Revierkampfes. Es sei aber schwer die Hintegründe und inneren Vorgänge der Berliner Clans genau zu durchschauen. Er betont dabei, dass es solche Taten nicht nur in Berlin und auch nicht nur bei Clans, sondern beispielsweise auch Rockerbanden gebe. Die Behörden kämen aber gut mit der Lage zurecht. Im aktuellen Fall helfe schon ein erst kürzlich verabschiedetes Gesetz, ein Zeichen dafür, dass das Problem angegangen werde. Generell müsse man gegen die kriminellen Aktivitäten der Clans mit aller Härte des Gesetzes vorgehen und gute Lebensperspektiven für ankommende Flüchtlinge bieten um diese vom Abrutschen in die Clan-Szene abzuhalten. So wären die bestehenden Struckturen in den 1970er und 1980er Jahren entstanden. Mit mehr Mordfällen sei generell aber nicht zu rechnen. Die Clans hätten auch kein Interesse an mehr Toten.

 

Archiv

Mathias Rohe kommentiert: Sarrazins neues Buch ist „Angstmache“

Der EZIRE-Direktor äußert sich in der Woche des Erscheinens von „Feindliche Übernahme – Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“ zum neuen Sarrazin-Werk. Das Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur findet sich nun in zahlreichen Publikationen der Republik zitiert, wie z.B. auf nordbayern.de. (30.08.2018)

Der Islam- und Rechtswissenschaftler betont, dass Sarrazins Grundthese und Buchtitel nicht haltbar wären. Es gebe zum Beispiel breit angelegte Untersuchungen, die entgegen Sarrazins Behauptungen dafür sprechen, dass Zuwanderer ihre Einstellungen veränderten und sich in der Tat auf die deutsche Gesellschaft einließen. Rohe kritisiert außerdem die Verbindung von kritikwürdigem Verhalten mir der Religion, obwohl dieses eher kulturell bedingt wäre. Äußerst fragwürdig sei zudem Sarrazins Koran-Auslegung, die, so Rohe, der von IS-Terroristen ähnelte und ihn – spitz und nicht unironisch formuliert – zu einer „wunderbare[n] Besetzung für’s Kuratorium des Salafisten-Verbandes“ machen würde.

Die Kritik sei reziprok: Sarrazin werfe Rohe in seinem Buch Verschleierung und Verharmlosung von Problemen im deutschen Islam vor. Dagegen halte der Islamwissenschaftler das Buch für den gewohnten „Dilettantismus“.

Einwanderungsgesellschaft in Voralberg – Teil 1: Die Geschichte

Mit dem Artikel „Türkisches Leben in Voralberg – Wie die türkische Einwanderungsgesellschaft im Land entstand“ wird eine neue Korrespondenz-Serie des EZIRE-Mitarbeiters Dr. Hüseyin Çiçek und den Voralberger Nachrichten angekündigt. (28.08.2018)

Die Serie setze sich das Ziel verschiedenen Aspekte der türkischen Community im österreichischen Bundesland mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Es sei viel unbekannt und mit zu wenig Differenzierung über die in Österreich lebende türkische Diaspora berichtet worden. Ein Defizit, das die VN und der wissenschaftliche Mitarbeiter des EZIRE aufholen wollten.

Im ersten Teil wird die Geschichte der türkischen Einwanderung beleuchtet, die für Çiçek in den 1950er Jahren begonnen habe. Er erklärt, wie der Islam seinen Weg in die Politik gefunden hätte und mit den Auswanderern in den 1960er Jahren seinen Weg nach Österreich und Deutschland. Ende der 1970er Jahre habe sich die „islam-nationalistische Identität“ verfestigt, bedingt von der Revolution im Iran und dem Beginn des Afghanistan-Kriegs. Über den türkischen Unterricht, Zeitungen, türkische Organisationen und mittlerweile über soziale Netzwerke hätten diese Identitäten auch Einfluss auf die in Voralberg lebende türkische Diaspora. 

Çiçek kommentiert: Die Türkei in der Schieflage

Für den Standard kommentiert EZIRE-Mitarbeiter Dr. Hüseyin Çiçek in „Die Türkei in der Schieflage“ die komplizierten Entwicklungen, die zu den aktuellen Streitigkeiten zwischen Ankara und Washington führten. (21.08.2018)

Für den Politologen ist klar, dass die Krise nicht einfach auf die Inhaftierung des US-Pastors Brunson zurückgeführt werden könne. Es gebe seit längerem kritische Stimmen gegen die Politik Erdoğans aus dem Westen, die sich nun vermehrten und erster würden, so Çiçek. Zwar sei kein abruptes Ende der Allianz zu erwarten, welche die Türkei mit den USA und EU-Staaten verbünde, der NATO, doch befinde sich die Türkei zunehmend in einer Schieflage. In den erhöhten US-Zöllen könne Ankara ein Zeichen sehen, dass mit immer mehr Reaktionen auf „die politischen Ausschweifungen“ zu rechnen sei.

Çiçek identifiziert zusätzlich drei Entwicklungen, die in diesem Zusammenhang von Bedeutung seien: Erstens die unterschiedliche Herangehensweise und Unterstützung in der Syrienkrise; zweitens Erdoğans Nähe zu Russland, die daraus resultieren; drittens die Manifestation der türkischen Kursänderung in der Afrin-Offensive. Dazu kämen die Folgen des gescheiterten Putsches, die ausländische Investoren abschreckten. Çiçek subsumiert, dass trotz der medialen Ausschlachtung des Falles Brunson, die geopolitischen Interessen beider Staaten im Vordergrund der Krise stehen.

Neue Sanktionen stehen im Raum

In dem Artikel der Voralberger Nachrichten steht EZIRE-Mitarbeiter Dr. Hüseyin Çiçek als Experte zum Streit zwischen der Türkei und den USA und der schwachen türkischen Lira zur Verfügung. (17.08.2018)

Çiçek betont, dass der Fall der Lira weniger stark mit der Inhaftierung des US-Pastors Brunson in Verbindung  stehe – dies sei eher medial konstruiert -, sondern dass der gescheiterte Putsch und Erdoğans „personalisierte Autrokratie“ Investoren abgeschreckt habe. Weiter, erklärt der Politologe und Türkei-Experte, dass an eine Entspannung der türkisch-amerikanischen Beziehung nicht zu denken sein, da die Türkei im Gegenzug zur Freilassung Brunsons die Auslieferung Gülens fordere. Trotzdem sei außer der wirtschaftlichen Provokationen nicht mit einem Bruch der NATO-Partner zu rechnen. Militärisch und politisch seien die gemeinsamen Interessen, zum Beispiel in Bezug auf Syrien oder den Iran, zu groß.

Von der schwachen Demokratie in die personalisierte Autokratie

In dem Artikel „Von schwachen Demokratie in die personalisierte Autokratie“ der österreichischen Zeitung Der Standard kommentiert der Politologe und EZIRE-Mitarbeiter Dr. Hüseyin Çiçek die politische Macht des türkischen Präsidenten Erdoğan und die Frage, ob dieser versuchen wird, die ultrarechten Parteien MHP und Iyi Parti zu einen (06.07.2018).

Die Herausforderungen des türkisch-politischen Systems mit der Demokratie seien keineswegs neu, dennoch müsse man ausleuchten, was Präsident Erdoğan gelungen ist, damit die gegenwärtigen Entwicklungen nicht als Systemschwächen einer Demokratie zweiten Grades verbucht würden. Gegenwärtig vereine der türkische Präsident alle Macht in sich und bekleide staatstragend Ämter, die er ohne Einschränkung ausübe. Çiçek erklärt, Erdoğans politische Macht unterscheide sich von der seiner Vorgänger dadurch, dass er mehr als alle anderen die politische oder soziale Balance innerhalb der Gesellschaft von seinen persönlichen Weltanschauungen abhängig machen könne. Interessant werde in den kommenden Monaten sein, ob Erdoğan einen Versuch unternehme, die beiden ultrarechten Parteien MHP und Iyi Parti, die sich von Ersterer abgespalten hat, zu vereinen. Ihre politischen Ansichten mit Blick auf Minderheiten, Menschenrechte und Demokratie unterschieden sich wenig voneinander, die Stimmen beider Parteien zusammengenommen ergäben 20 Prozent für die Ultrarechten. Die wirtschaftlichen Herausforderungen würden Erdoğan nur bedingt in seiner personalisierten politischen, autokratischen Agenda aufhalten, vielmehr könne er nun durch noch mehr willkürliches, rätselhaftes oder bedrohliches Vorgehen seine Vorstellung von Herrschaft realisieren und von realen politischen Abgründen ablenken.

Faktencheck Islam: Friedensrichter – dem Rechtsstaat wird auf der Nase herumgetrampelt

In der Focus-Serie „Faktencheck Islam“ beschäftigt sich Mathias Rohe in dieser Ausgabe mit Friedensrichtern (09.07.2018).

Er erklärt, unter Friedensrichtern verstehe man Leute, die innerhalb von Großfamilien Konflikte schlichteten. Friedensrichter könne man durch Autorität und Macht werden, die Größe und das Ansehen der Familie spielten dabei eine besonders große Rolle. Laut Rohe würden diese Schlichter jedoch überschätzt. Das dahintersteckende Phänomen nenne sich Paralleljustiz – also der Versuch, Konflikte intern zu halten und sich auch gegen das geltende deutsche Recht zu entscheiden, Zeugen und Opfer unter Druck zu setzen sowie die eigene Familie zu schützen. Derzeit könne man sehr viel Dilettantismus und manchmal auch den Versuch, „dem Rechtsstaat auf der Nase herum zu trampeln“, beobachten, das dürfe man sich nicht gefallen lassen. Rohe spricht von einer Bedrohung des Rechtsstaates, man müsse zusehen, dass man die „Szene aufbrechen kann“. Gelingen könne das aber nur, wenn man Vertrauen in deutsche Institutionen schafft. Den Muslimen müsse mit Aufklärungsmaßnahmen klargemacht werden, dass die Gerichte hierzulande die besseren Streitschlichter sind.

Noch mehr Macht für Erdogan.

In dem Artikel „Noch mehr Macht für Erdogan“ kommentiert der Politologe und EZIRE-Mitarbeiter Dr. Hüseyin Çiçek den Wahlsieg des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan (26.06.2018).

Man dürfe nicht vergessen, dass Erdogan es, ähnlich wie beim Referendum zur Einführung des Präsidialsystems, auf keine überragende Mehrheit schaffte. Es hätte zahlreiche Hürden für die Opposition gegeben, dazu komme die sozialkonservative Strategie des Präsidenten und seiner Partei, die offenbar voll aufgehe. Mit Blick auf das Präsidialsystem betont Çiçek, Erdogan sei seit Atatürk der mächtigste Mann in der Türkei. Den großen Zuspruch, den der Amtsinhaber auch bei den Türken in Österreich fand, verbindet Çiçek auch mit öffentlichen Attacken Erdogans gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz, etwa im Zuge der angekündigten Moscheenschließungen. „Erdogan und Kurz haben sich quasi gegenseitig den Ball zugespielt“, so Çiçek.

Faktencheck Islam: Lassen sich muslimische Jungs nichts sagen?

In der Focus-Serie ‚Faktencheck Islam‚ beschäftigt sich Mathias Rohe in dieser Ausgabe mit dem Vorurteil, muslimische Schüler würden die Autorität ihrer Lehrerinnen in Frage stellen (26.06.2018).

Hin und wieder würden Schüler mit Zuwanderungsgeschichte die Autorität ihrer Lehrerinnen in Frage stellen. Diese Verhaltensweise habe jedoch weniger mit der Herkunft als mit der Erziehung der Kinder zu tun, so Rohe. Die Kultur, und die patriarchale Erziehung, nicht die Religion, seien größtenteils Schuld an dem „Machogehabe“. Nicht selten seien es gerade die Mütter, die ihren Söhnen beibringen, sich und die Familie verteidigen zu müssen, doch selbstverständlich sei eine solche Erziehung nicht immer der Fall.

Die Umsetzung des östereichischen Islamgesetzes hilft Erdogan.

In dem Artikel „Aktion nützt Erdogan“ in den Vorarlberger Nachrichten verbindet der Politologe und EZIRE-Mitarbeiter Dr. Hüseyin Çiçek die erstmalige Anwendung des österreichischen Islamgesetzes mit dem türkischen Wahlkampf (09.06.2018).

Erdogan, die AKP und die verbündete MHP, profitierten von der Umsetzung des Islamgesetzes, da ihre Behauptung, die Islamfeindlichkeit in Europa nehme zu, hierin ein konkretes Beispiel fände. Sowohl die türkische als auch die österreichische Regierung sähen ihr eigenes Programm in dieser Aktion also gestärkt. Çiçek schließt mit dem kritischen Gedanken: „Wenn man keine Imame will, die von der Türkei finanziert werden, dann muss man die Imame in Österreich ausbilden.“ Und hier habe Österreich noch einiges zu tun.

Für mehr zum Thema: Mathis Rohe kritisiert Österreichs Islamgesetz.

Faktencheck Islam: Ist der Islam eine aggressive Religion?

In der Focus-Serie ‚Faktencheck Islam‚ beschäftigt sich Mathias Rohe in dieser Ausgabe mit dem Vorurteil, dass der Islam eine aggressive Religion sei (05.06.2018).

Wegen der vielen ungefährlichen Muslime, die ganz normaler Bestandteil der Gesellschaft seien, sei der Islam generell „ungefährlich“. Doch gebe es extremistische Haltungen beziehungsweise Interpretationen, die in der Tat sehr gefährlich sein können, wie bereits mehrere Attentate in Deutschland bereits gezeigt hätten. Genauso wie es also Gefahren „im Islam“ gebe, bestehe aber die Möglichkeit, durch eine pauschale Verdächtigung aller Muslime und blanken „Islam-Hass“ eigentlich die Gefahren erst zu schaffen, die man vermeiden möchte. Man müsse aufpassen, denn den Versuch, Muslime aus der Gesellschaft herauszudividieren, bestärke man die Extremisten.

Faktencheck Islam: Fasten alle Muslime im Ramadan?

In der Focus-Serie ‚Faktencheck Islam‚ beschäftigt sich Mathias Rohe in dieser Ausgabe mit dem Vorurteil, alle Muslime würden im Ramadan fasten (31.05.2018).

Das Fasten sei ein „Zeichen einer gewissen äußeren Religiosität“ und ein soziales Event, zu dem man andere einladen und mit dem man auf sich aufmerksam machen könne, daher nehmen viele Menschen diese religiöse Pflicht ernst. Es gebe aber auch viele Muslime, die mit dem Ramadan brechen – schon deswegen, weil es aus beruflichen Gründen nicht gehe, in einer mehrheitlich nicht-muslimischen Gesellschaft sei das Fasten nun einmal nicht so einfach. Den Alkoholkonsum betreffend gebe es laut Rohe sowohl Muslime, die gar keinen Alkohol trinken, als auch solche, die dies nicht so streng sehen würden.

Faktencheck Islam: Ist der Islam eine intolerante Religion?

In der Focus-Serie ‚Faktencheck Islam‚ beschäftigt sich Mathias Rohe in dieser Ausgabe mit dem Vorurteil, dass der Islam eine intolerante Religion sei (07.05.2018).

Hier müsse man die menschliche und theologische Ebene unterscheiden. Auch wenn sich der Islam so wie auch andere Weltreligionen als die „Religion der Wahrheit“ sehe, gebe es eine Grundhaltung des Respekts gegenüber anderen Glaubensrichtungen. Problematisch sei eher der Umgang mit Atheisten oder mit Leuten, die sich von der Religion abwenden möchten. In diesem Bereich gebe es noch ein hohes Maß an Intoleranz, doch das sei eher eine Erziehungsfrage, als ein festgelegtes Prinzip des Islam.

Faktencheck Islam: Schreibt der Koran muslimischen Frauen ein Kopftuch vor?

In der Focus-Serie ‚Faktencheck Islam‚ klärt Mathias Rohe in dieser Ausgabe über die vielen Halbwahreiten und Vorurteile zum Thema Kopftuch im Islam auf (30.4.2018).

Im Grunde gebe es nur wenige, vage Suren im Koran, die sich mit Bekleidungsvorschriften beschäftigten, verdeutlicht Rohe. Man solle sich „züchtig und anständig“ kleiden, aber das betreffe Frauen und Männer zugleich. An anderer Stelle heiße es frei, Frauen sollten sich den Kopf bedecken. Diese Tradition, so die wichtigste Erkenntnis, sei aber nicht dem Islam entsprungen, sondern in vielen Kulturen, auch in Deutschland, sitthaft für „ehrbare“ Frauen gewesen. Rohe verweist hier auf das sprichwörtlicheunter die Haube kommen‘.

Faktencheck Islam: Radikalisierung in deutschen Moscheen?

In der Focus-Serie ‚Faktencheck Islam‘  räumt Mathias Rohe mit Vorurteilen über die Radikalisierung in deutschen Moscheen auf (24.04.2018).

Der Islamwissenschaftler Rohe betont, dass es keine verlässlichen Zahlen über die Radikalisierung in deutschen Moscheen gebe: „An diesen Stellen wird viel behauptet aber wenig gewusst“. Problematischer als die wenigen Einzelfälle, in denen radikales Gedankengut in Moscheen verbreitet würde, seinen „Hinterhofzirkel“, die oft schwer als solche zu enttarnen seien.

Was der Syrien-Krieg mit der Popularität der AKP zu tun hat

Kommentar von Hüseyin Çiçek in Der Standard (24.4.2018)

Die Uneinigkeit Russlands und der USA über die Zukunft des syrischen Diktators Assad eröffne der türkischen Regierung innen- und außenpolitische Spielräume, schreibt Politikwissenschafter Hüseyin Çiçek. Außenpolitisch könne die Türkei nun aktiv gegen kurdische Organisationen auf syrischem Territorium vorgehen. Davon erhoffe sich Erdogans AKP wiederum innenpolitische Vorteile und steigende Popularität bei der türkischen Bevölkerung im Zuge der anstehenden Neuwahlen.

Druck auf islamisch-türkischen Verein ATIB steigt

Einschätzungen von Hüseyin Çiçek zu den kriegsverherrlichenden Darbietungen des ATIB-Vereins in den Vorarlberger Nachrichten (19.04.2018)

Für Hüseyin Çiçek gehört die Türkei zu den Staaten, die ihre Identität unter anderem aus Siegen in kriegerischen Auseinandersetzungen zögen. So werde z.B. die Schlacht von Gallipolli seit jeher in türkischen Theaterstücken dargestellt. Verherrlichende Gewaltdarbietungen zur Identitätsbildung seien eine demokratiepolitische Herausforderung, insbesondere, wenn wie im vorliegenden Fall Kinder involviert wären. ATIB aufzulösen, hält Çiçek dennoch für den falschen Weg.

Erdogan will im Juni neu wählen lassen

Interview mit Hüseyin Çiçek in den Voralberger Nachrichten zu den geplanten Neuwahlen in der Türkei (19.04.2018)

Für die Vorarlberger Nachrichten analysiert der Politologe Çiçek die Ankündigung des türkischen Regierungschefs Erdogan, die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in der Türkei um anderthalb Jahre vorzuziehen. Für Erdogan sei der Zeitpunkt günstig, er genieße derzeit einen großen Rückhalt in der türkischen Bevölkerung. Dazu hätten unter anderem der erfolgreiche türkische Militäroffensive in Afrin und die türkische Positionierung im Syrienkonflikt beigetragen. Außerdem sei die Opposition massiv geschwächt.

Dialog statt Dschihad

Mathias Rohe informiert in der MainPost Regional über die Ahmadiyya-Gemeinden in Deutschland (06.04.2018)

Laut Mathias Rohe, Direktor des EZIRE, zeichnen sich die deutschen Ahmadiyya-Gemeinden durch Liberalität aus, insbesondere in Bezug auf Glaubensfragen. Diese liberale Haltung ließe sich dadurch erklären, dass die Gemeinden in ihren Heimatländern häufig aufgrund ihrer Glaubensrichtung verfolgt würden. Das Geschlechterverhältnis der Ahmadiyya-Muslime in Deutschland sei dennoch häufig patriarchalisch organisiert.

Lernen in der Moschee

Mathias Rohe kommentiert für den Bayerischen Rundfunk Islamunterricht in Moscheen und Schulen (05.04.2018)

Jurist und Islamwissenschaftler Rohe befürwortet staatlichen Islamunterricht an öffentlichen Schulen als Ergänzung zu privatem Islamunterricht an den Moscheen. Er glaubt, dass staatlicher Islamunterricht es jungen Muslimen ermögliche, angstfrei religiöse Glaubensthemen zu diskutieren und eigene Standpunkte zu entwickeln.

Ankara, Washington und die Geopolitik

Hüseyin Çiçek analysiert in der österreichischen Zeitung Der Standard die außenpolitischen Verflechtungen Washingtons und Ankaras (27.03.2018)

Der Politikwissenschaftler Çiçek erklärt, dass die außenpolitischen Aktionen und innenpolitischen Repressionen der Türkei in der USA auf Unverständnis stießen. Das Schweigen Washingtons und Brüssels im Zuge des völkerrechtswidrigen Vorgehens Ankaras in Afrin zeigten dennoch deutlich, dass der Westen die türkische Politik aufgrund geostrategischer Interessen weiter tolerieren werde.

Faktencheck Islam: Gehört der Islam zu Deutschland?

In der Focus-Reihe Faktencheck Islam liefert Mathias Rohe Zahlen und Fakten für die Debatte, die vom Innenminister neu entfacht wurde (21.03.2018)

Mathias Rohe erklärt, dass der Migrationshintergrund der meisten in Deutschland lebenden Muslime in die Türkei oder auf den Balkan zurückführe und der Großteil in industriellen Ballungsgebieten lebe – eine Folge der Gastarbeiter-Bewegung. Die Anzahl der Muslime mit deutscher Staatsbürgerschaft nehme tendenziell zu und auftretende Integrationsprobleme seien Folge der Migration, nicht der Religion der Menschen.

Faktencheck Islam: Steht die Scharia über dem Grundgesetz?

Mathias Rohe kommentiert in der Reihe Faktencheck Islam die Vereinbarkeit der Scharia mit dem deutschen Grundgesetz (13.03.2018)

Der Islamwissenschaftler macht deutlich, dass es sich beim Grundgesetz und der Scharia um verschiedene Textsorten handelt. Die Scharia vermittle islamische Normen und Werte, die mit dem Gesetzbuch völlig kompatibel seien. Sie rufe Muslime sogar dazu auf die geltenden Gesetze in nicht-muslimischen Ländern zu achten. Extremisten, die in ihrer Interpretation nur die Scharia als Gesetz anerkennen, müsse man natürlich genau beobachten; festzuhalten ist aber: „Es gibt keinen notwendigen Gegensatz“ zwischen Scharia und Grundgesetz.

Das Verhältnis Österreich – Türkei entspannt sich

Einschätzungen von Hüseyin Çiçek in den Voralberger Nachrichten (09.03.2018)

Çiçek identifiziert im Umgang Österreichs mit der Türkei eine „Zuckerbrot und Peitsche“-Strategie: Während Bundeskanzler Kurz vor allem die Abgrenzung Europas und Österreichs von der Türkei hervorhebe, äußere sich die österreichische Außenministerin Kneissl differenzierter.

Faktencheck Islam: Scharia als „blutiges Gesetz“?

In der Reihe Faktencheck Islam des Focus kommentiert Mathias Rohe Gewalt in der islamischen Rechtsprechung (05.03.2018)

Mathias Rohe macht deutlich, dass die Scharia nicht pauschal als „blutiges Gesetz“ verurteilt werden könne – allein schon, weil der Begriff der Scharia nicht einem bestimmten Gesetzestext entspräche. Zwar gäbe es gewaltlegitimierende Interpretationen islamischen Rechts, wie sie z.B. der sogenannte Islamische Staat anwende. Diese Interpretationen würden aber von der Mehrheit der Muslime nicht geteilt.

Faktencheck Islam: „Islamisierung des Abendlandes“?

Mathias Rohe kommentiert im Faktencheck des Focus die Behauptung, Muslime würden die deutsche Bevölkerung verdrängen (13.02.2018)

Für den EZIRE-Direktor ist klar, dass der Vorwurf, Muslime würden durch erhöhte Geburtenraten die deutsche Bevölkerung verdrängen, komplett haltlos sind. Derartige Befürchtungen seien „unseriös“ und „unfair“, zumal es Studien gäbe, die belegten, dass sich die Geburtenrate von muslimischen Migranten langfristig an die ihrer Umgebung anpasse.

Kopftuch zwischen Normalität und Rechtssprechung

Mathias Rohe kommentiert für BR24 das Thema Kopftücher an Schulen (05.02.2018)

2003 hat das Bundesverfassungsgericht deutschen Bundesländern ein präventives Kopftuchverbot erlaubt, 2015 wurde das Urteil weitgehend revidiert. Zu Recht, findet Mathias Rohe: „Wir sind jetzt einfach von den Erkenntnissen etwas weiter als 2003 und können jetzt einigermaßen entspannt sagen, dass Lehrerinnen mit Kopftuch in den Schulen in aller Regel keine Probleme verursachen.“

Faktencheck Islam: Tötung von Ungläubigen?

Mathias Rohe im Faktencheck des Focus über das Töten von Ungläubigen im Islam (30.01.2018)

Für den Focus kommentiert Mathias Rohe die weitverbreitete Meinung, der Koran rufe zur Tötung von Ungläubigen auf. Der Islamwissenschaftler stellt klar, dass die meisten Muslime die im Koran beschriebenen Tötungen von Ungläubigen historisch im Kontext kriegerischer Auseinandersetzungen mit heidnischen Mekkanern deuteten.

Situation verschärft sich täglich

Hüseyin Çiçek kommentiert in den Voralberger Nachrichten die spannungsgeladenen Beziehungen zwischen Brüssel, Washington und Ankara (12.01.2018)

Der Politikwissenschaftler Hüseyin Çiçek diskutiert die derzeitigen Spannungen zwischen der Türkei und den USA, die insbesondere durch die unterschiedlichen Interessenschwerpunkte im Syrienkonflikt deutlich würden. Parallel verschlechterten sich auch die türkischen Beziehungen mit der EU weiter.

Scharia-Polizei-Urteil: „Ein gutes Signal“

Mathias Rohe kommentiert im Interview mit der Deutschen Welle das Urteil des Bundesgerichtshofs (11.01.2018)

Für Mathias Rohe ist das Urteil des Bundesgerichtshofs, der entschieden hat, dass öffentliche Auftritte mit Warnweste mit der Aufschrift „Sharia Police“ strafbar sein können, ein gutes Signal. Wenn jemand versuche, mit diesem islamischen Extremismus Druck auszuüben, träfe es vor allem und zuallererst die Muslime.

Religion als Gewaltbeschleuniger?

Streitgespräch mit Mathias Rohe über das Gewaltpotential von Religionen in den Nürnberger Nachrichten (20.12.2017)

Warum löst Glaube so häufig Hass und Gewalt aus? Darüber diskutiert Mathias Rohe mit Islamwissenschaftler Tarek Badawia und dem Nürnberger Regionalbischof Stefan Ark Nitsche. Rohe argumentiert, dass Religionen nicht per se als Gewaltbeschleuniger wirkten. Auch Weltanschauungen hätten ein immenses Gewaltpotential.

Manövriert sich Ditib ins Abseits?

Jörn Thielmann äußert sich in den Aachener Nachrichten über die Vorwürfe gegen Imame der Türkisch-Islamischen Union Ditib (26.11.2017)

Um den Einfluss der türkischen Religionsbehörde Diyanet in Deutschland zu schwächen, müsse die DITIB-Satzung geändert werden, so EZIRE-Geschäftsführer Jörn Thielmann. Hohe türkische Beamte hätten hier weitreichende Vollmachten.

Kurdisches Referendum mit Hürden

Hüseyin Çiçek kommentiert in der Neuen Zürcher Zeitung die Abstimmung der irakischen Kurden um Unabhängigkeit (06.10.2017)

Seit Beginn des Arabischen Frühlings ist klar, dass die Grenzen in der Region neu gezogen werden. Der Kampf um Macht und Ressourcen bestimmt auch das kurdische Referendum um Unabhängigkeit im Irak.

„Probleme nicht wegreden“

Mathias Rohe kommentiert im Gespräch mit der Tagesschau eine EU-Studie zur Lage der Muslime (21.09.2017)

Mathias Rohe findet die Ergebnisse einer Studie der Agentur der Europäischen Union zur Lage der Muslime in Europa wenig überraschend. Wie auch andere Erhebungen zuvor, stelle die Studie heraus, dass die meisten Muslime mit den Ländern, in denen sie lebten, „gut verbunden“ seien. Insbesondere auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt hätten Muslime aber mit Diskriminierung zu kämpfen.

Warum die Scharia auch gut für Frauen sein kann

Mathias Rohe spricht mit der Deutschen Welle über die Vorteile einer einzelfallbezogenen Betrachtung des „Scharia-Rechts“ (15.09.2017)

Mathias Rohe, Direktor des EZIRE, versteht die Sorge vieler Deutscher bei der Anerkennung von „Scharia-Recht“. Dennoch plädiert er für eine fallbezogene Rechtssprechung: „Wenn das Ergebnis der generellen Benachteiligung im Einzelfall ein Vorteil für die Betroffenen ist, dann lassen wir ihr diesen Vorteil. In anderen Fällen natürlich nicht.“

„Zweifel, wie stark die Auswirkungen sind“

Mathias Rohe im Gespräch mit der Allgemeinen Zeitung über Kinderehen in Deutschland (17.08.2017)

Mathias Rohe hebt den Symbolwert der neuen Gesetzgebung gegen Kinderehen in Deutschland hervor. Er macht aber auch deutlich, dass es noch mancher Nachbesserung bedarf.

Polygamie: Wenn eine Frau nicht ausreicht

Einschätzungen von Mathias Rohe in der Zeitung  Das Parlament zum Thema Polygamie bei Geflüchteten (07.08.2017)

Die Mehrfachehe ist in Deutschland verboten, dennoch gibt es sie. Jurist und Islamwissenschaftler Mathias Rohe geht davon aus, dass die Anzahl polygamer Ehen durch den Zuzug von Geflüchteten aus islamischen Ländern weiter gestiegen sei. Das rechtliche Verbot zähle dabei wenig: „In den Milieus, in denen so etwas vorkommt, wird eine solche Verbindung dennoch als gültig angesehen“, so Rohe.

Asylerleichterung für Muslime durch Bekenntniswechsel?

In der Hohenzollerischen Zeitung beurteilt Jörn Thielmann den Übertritt vieler geflüchteter Muslime zum Christentum (07.08.2017)

Der Islamwissenschaftler und Geschäftsführer des EZIRE bestätigt: „Das Interesse an Taufen steigt“. Manche Muslime wollten sich durch eine Konversion von Gräueltaten, die im Namen des Islam verübt würden, distanzieren. Um Vorteile bei der Asylbeantragung gehe es aber den wenigsten. Wer konvertiere, sterbe einen sozialen Tod.

Die Türkei und die Katar-Krise: Balance-Akt zwischen Riad, Doha und Teheran

Gastkommentar von Hüseyin Çiçek in der Neuen Zürcher Zeitung (14.07.2017)

Hüseyin Çiçek beschreibt in der Neuen Zürcher Zeitung den Umgang der Türkei mit der Katar-Krise. Ankara befürchte, dass dem verbündeten Golfstaat ein Militärputsch drohe – und habe sich daher nach anfänglichem Zögern und sehr zur Verärgerung Saudi-Arabiens explizit hinter Katar gestellt.

Erste Bilanz: Salafisten erfolgreiche Sozialarbeiter

Der Bayerische Rundfunk berichtet über die EZIRE-Studie „Islam in Bayern“ (13.07.2017)

Zwei Jahren lang war Dr. Mahmoud Jaraba, wissenschaftlicher Mitarbeiter am EZIRE, ingoknito in der bayerischen Salafistenszene unterwegs. Insbesondere muslimische, in Deutschland geborene Jugendliche und Geflütete stünden im Fokus der Radikalen. Mathias Rohe, Leiter der Studie und Direktor des EZIRE, sieht hier auch ein Versagen der Moscheevereine: Diese würden die Jugendlichen nicht mehr ansprechen oder religiös binden können.

Muslimische Seelsorge – „Hat dich der Gott geschickt?“

Im Gespräch mit Deutschlandfunk erklärt Mathias Rohe die Bedeutung muslimischer Seelsorge (28.06.2017)

Für Mathias Rohe ist klar, dass in Deutschland ein großer Bedarf an muslimischer Seelsorge herrscht. Bei der Umsetzung gibt es jedoch laut dem Juristen und Islamwissenschaftler einige Probleme: So mangele es an Geld und einem repräsentativen Ansprechpartner seitens der Muslime. Auch seien eindeutige Verträge wichtig, um zu verhindern, dass Extremisten nicht unter dem Deckmantel der Seelsorge islamistische Inhalte in Gefängnissen predigten.

Scharia und Grundgesetz

Video von Mathias Rohes Vortrag „Religiös-kulturelle Streitschlichtung und Paralleljustiz“, gehalten auf der diesjährigen FFGI-Konferenz zum Thema „Scharia und Grundgesetz“ (08.06.2017)

Islamische Normen und deutsches Recht

Unter Rückgriff auf Mathias Rohes Thesen schreibt die Deutsche Welle über den Umgang mit islamischen Kinderehen in Deutschland (06.06.2017)

Laut Rohe ist die Möglichkeit einer Kinderehe im Islam einer der Punkte, an dem sich islamisch-religiöses Familienrecht und deutsches Recht am stärksten unterscheiden. Doch gäbe es auch Gemeinsamkeiten: So würden beide Rechtssysteme die Ehe in erster Linie als zivilrechtliche Instanz bewerten.

Platzmangel in Moscheen

Mathias Rohe spricht in der Süddeutschen Zeitung über die Schwierigkeiten bei der Errichtung muslimischer Gebetshäuser  (02.06.2017)

Mathias Rohe findet, dass Minarette nicht länger als Herrschaftsanspruch verstanden werden sollten. In Deutschland sozialisierte Muslime wollten mit einer repräsentativen Moschee vor allem zeigen, dass sie Teil der deutschen Gesellschaft seien.

Härtere Gangart gegenüber kriminellen Clans?

Mathias Rohe spricht mit dem WDR über kriminelle Clans und archaische Stammesstrukturen in deutschen Städten (02.06.2017)

Für Mathias Rohe geht es bei der Beobachtung krimineller Clans vor allem um die vor gut 30 Jahren aus dem Libanon eingewanderten  Mhallamiye-Familien. Zwar könne man nicht behaupten, dass diese in ganzen Stadtvierteln die alleinige Herrschaft ausübten, aber „in manchen Straßenzügen sind sie sehr präsent“.

The Prisoners‘ Dilemma

Für die Organisation Carnegie Endowment for International Peace analysiert Mahmoud Jaraba den derzeitigen Hungerstreik palästinensischer Gefangener (25.05.2017)

Wie Mahmoud Jaraba und seine Kollegin Lihi Ben Shitrit in ihrem Artikel herausstellen, zeigt der derzeitige Hungerstreik palästinensischer Gefangener in israelischen Gefängnissen die Zerrissenheit der palästinensischen Gesellschaft, insbesondere in Fatah-Kreisen, auf.

Die Scharia und das Grundgesetz

Bericht der Deutschen Welle über eine FFGI-Konferenz mit Mathias Rohe (13.05.2017)

Eine Tagung des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI) hat das Spannungsfeld von Scharia und Grundgesetz ausgeleuchtet. Mathias Rohe hebt in seinem Vortrag hervor: „Mit der Scharia können Sie auf den Menschenrechten herumtrampeln oder Sie können Menschenrechte damit begründen.“

Über 1000 mutmaßliche Gülen-Anhänger festgenommen

Statement von Hüseyin Çiçek zu Festnahmen in der Türkei im Liechtensteiner Volksblatt (27.04.2017)

Für  Hüseyin Çiçek kommt die Festnahme von 1000 Gülen-Anhängern nach dem Referendum in der Türkei wenig überraschend. Für ihn deutet derzeit alles darauf hin, dass die Beschneidung von Grundrechten in der Türkei weitergehen wird.

Kurs auf Konfrontation

Kommentar zum Türkei-Referendum von Hüseyin Çiçek in der Neuen Zürcher Zeitung (19.04.2017)

Hüseyin Çiçek beschreibt das trianguläre Organisationsgeflecht der AKP, mithilfe dessen türkische Innenpolitik auch in anderen Ländern ausgetragen wird.

Neue Verhaftungswelle in der Türkei

Radio Liechtenstein interviewt Hüseyin Çiçek zum Referendum in der Türkei (19.04.2017)

Hüseyin Çiçek geht nach dem Referendum in der Türkei davon aus, dass der türkische Präsident Erdogan den verlängerten Ausnahmezustand zu weiteren Verhaftungen nutzen wird.

Ein Anti-Wir-Gefühl

Dunja Ramadan kommentiert auf jetzt.de Constantin Schreibers „Inside Islam“. Auch Mathias Rohe kommt zu Wort (08.04.2017)

Schreiber berichtet in seinem Buch über die vermeintliche Hetze eines schiitisch-türkischen Imams gegen Jesiden. Mathias Rohe geht von einem Übersetzungsfehler aus, der zu massiven Spannungen führen könne.

Alles meins

Beitrag der taz über das geplante Verfassungsreferendum in der Türkei (31.03.2017)

Auf Basis des von der Lehrstelle für türkisches Recht an der FAU erstellten Überblicks informiert die taz über die geplanten Änderungen in der türkischen Verfassung.

Eine Politisierung der Religion von oben

Artikel von Hüseyin Çiçek in der österreichischen Wochenzeitung die Furche (30.03.2017)

Hüseyin Çiçek beschreibt, wie der türkische „Laizismus“, die staatlich verordnete Verwaltung des sunnitischen Islams, dem türkischen Präsidenten Erdogan und der AKP zugute kommt.

Debatte um ein Stück Stoff

Bericht der Freien Presse über eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Kopftuch mit Mathias Rohe (30.03.2017)

Die Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Textile Glaubensfrage? Oder: Was wir schon immer über Kopftuch oder Schleier wissen wollten“ sorgte für viele Nachfragen beim Chemnitzer Publikum. Mathias Rohe argumentierte gegen die Angst einer Islamisierung Deutschlands: Dass Muslime in Deutschland einmal in der Mehrheit sein würden, sei nicht zu erwarten. Außerdem dürfe man Muslime in Deutschland nicht als einheitlichen Block wahrnehmen.

Immer entlang der roten Linie

Mathias Rohe im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur über Moscheepredigten in Deutschland (27.03.2017)

Mathias Rohe kommentiert das Buch „Inside Islam“ des Journalisten Constantin Schreiber. Schreibers Absichten seien lobenswert, so Rohe. Es gäbe aber kein grundsätzliches Moscheeproblem in Deutschland, sondern ein Problem mit manchen Moscheen.

Stillstand statt Zusammenarbeit – Organisierter Islam in Deutschland

Mathias Rohe im Deutschlandfunk über die Institutionalisierung des Islams in Deutschland (23.03.2017)

Warum ist es so schwer, dem Islam in Deutschland mehr Selbstverständlichkeit zu verleihen – etwa wie den Kirchen? Mathias Rohe sagt: „Da muss sich erst allmählich eine Struktur bilden, und das stößt auf mancherlei Schwierigkeiten.“ Grade bei muslimischer Seelsorge und Wohlfahrt fehle es an Geld und somit an Sicherheit.

„Hier ist kein Platz für Wahlkampfauftritte“

Die Nürnberger Zeitung interviewt Hüseyin Çiçek zur geplanten Verfassungsreform in der Türkei (16.03.2017)

Hüseyin Çiçek spricht mit der Nürnberger Zeitung über Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland. Für ihn ist klar: „Die ganze Situation ist hoch emotional“.

 

 

 

„Die Vielfalt wahrnehmen“

Die Badischen Neuesten Nachrichten berichten über den Vortrag von Mathias Rohe im Rahmen der Karlsruher Antirassismus-Wochen (15.03.2017)

Der Islamwissenschaftler und Jurist Mathias Rohe spricht in Karlsruhe über die historische muslimische Präsenz in Europa und Deutschland, räumt mit Vorurteilen auf und fordert Zusammenhalt beim Kampf gegen Islamfeindlichkeit und islamistischen Extremismus.

Türkei: Was sich durch die Verfassungsreform ändert

Ali Yarayan im Gespräch mit der Badischen Zeitung über die geplante Verfassungsreform in der Türkei (11.03.2017)

Die Forschungsstelle für türkisches Recht der Universität Erlangen-Nürnberg hat alle geplanten Gesetzesänderungen aus dem Türkischen ins Deutsche übersetzt und alle Stellen markiert, die sich bei Zustimmung zur Verfassungsreform ändern werden. „Unser Ziel war es, eine objektive Debattengrundlage zur Verfassungsänderung vorzulegen“, sagt Ali Yarayan, geschäftsführender Leiter der Forschungsstelle und wissenschaftlicher Mitarbeiter am EZIRE.

„Die Ruhe in Ägypten ist eine Friedhofsruhe“

Statement von Mathias Rohe auf Merkur.de zu Angela Merkels Besuch in Ägypten (28.02.2017)

Kanzlerin Merkel besucht Ägyptens Präsident Al-Sisi. Auf der Agenda steht unter anderem eine mögliche Kooperation in der Flüchtlingspolitik sowie bei der Ausbildung von Imamen durch die ägyptische Al-Azhar Universität. Mathias Rohe ist skeptisch: Wie Ditib mit der Türkei, sei auch die Al-Azhar-Uni „eng mit dem ägyptischen Regime verbandelt“.

Nachgefragt: Türkischer Nationalismus damals und heute

Hüseyin I. Çiçek spricht mit FAU aktuell über nationalistische Bewegungen in der Türkei (03.02.2017)

Vor dem gegenwärtigen Hintergrund vieler Herausforderungen wie dem Syrienkrieg, der PKK, dem jihadistischen Terror und den Spannungen zwischen Ankara und der NATO, sind nationalistische Diskurse in der Türkei hoch im Kurs. Hüseyin I. Çiçek spricht über Hintergründe und historische Parallelen.

Einreiseverbot für Muslime

Mathias Rohe zu den Auswirkungen des Einreiseverbots im Tagesgespräch bei Bayern 2 (30.01.2017)

Mathias Rohe spricht mit Moderatorin Stephanie Heinzeller über die Auswirkungen des Einreiseverbots für Bürger aus sieben muslimischen Staaten in die USA. Er stellt fest: „Die Auswirkungen sind verheerend“. Dennoch hat Rohe Vertrauen in den amerikanischen Rechtsstaat: „Die Checks & Balances werden funktionieren“.

Versachlichung der Islamdebatte

Rezension von Mathias Rohes Publikation: Der Islam in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme, FAZ (23.01.2017)

Wolfgang Günther Lerch rezensiert Mathias neuestes Buch als wichtigen Beitrag in der hitzigen gesellschaftlichen Debatte in Deutschland. Rohe berücksichtige die Möglichkeiten des Grundgesetzes und die Bedürfnisse des Rechtsstaats, habe aber auch ein Verständnis für Religion und religiöse Anliegen.

Schwimmunterricht ohne Ausnahme

Interview mit Mathias Rohe über das Urteil des Europäischen Gerichtshofes, ZDF, Forum am Freitag (20.01.2017)

Der Europäische Gerichtshof hat geurteilt: Auch die Kinder konservativer Muslime müssen am schulischen Schwimmunterricht teilnehmen. „Forum“-Moderator Abdul-Ahmad Rashid fragt nach den Auswirkungen des Urteils auf Deutschland.

„Islambilanz“

Interview mit Mathias Rohe über die Themen des Jahres 2016, Deutschlandfunk (27.12.2016)

Das hat nur mit dem Islam zu tun, das hat nichts mit dem Islam zu tun – so sind die reflexartigen Reaktionen auf alles, was zwischen Anschlag und Zwangsheirat öffentlich verhandelt wird. Der Erlanger Jurist und Islamwissenschaftler Mathias Rohe blickt zurück auf die Themen des Jahres.

Nun, Staat, wie hast du’s mit der Religion?

Diskussion mit Mathias Rohe über das Verhältnis von Gesellschaft und Glauben, Bayern 2 (06.12.2016)

Die Religionsgemeinschaften in Deutschland verlieren Jahr für Jahr Mitglieder, gleichzeitig sorgen Glauben und Religion für scharfe Diskussionen. Gute Gründe, um über das Verhältnis von Gesellschaft und Glauben zu reden. Auch über die Abwägung zwischen positiver und negativer Religionsfreiheit diskutieren Religionssoziologin Monika Wahlrab-Sahr und Mathias Rohe.

Grenzen muslimischer Seelsorge

Interview mit Mathias Rohe über die aktuelle Situation der islamischen Gefangenenseelsorge, BR24 (23.11.2016)

Die muslimische Seelsorge im Gefängnis steckt noch in den Kinderschuhen, sagt Islamwissenschaftler Mathias Rohe. Wie kann die Situation aus seiner Sicht verbessert werden?

Was tun mit 20.000 Koranen?

Mathias Rohe im Gespräch über den angemessenen Umgang mit konfiszierten Koranen, Deutschlandradio Kultur (21.11.2016).

Mathias Rohe rät dringend davon ab, die Korane, die bei Razzien im Zuge des Verbots der salafistischen Vereinigung „Die wahre Religion“ sichergestellt wurden, zu vernichten. Besser sei es, sie „irgendwo zu lagern und ihrem Schicksal zu überlassen“.

Verbot der Vereinigung „Die wahre Religion“

Statement von Mathias Rohe über das Verbot der salafistischen Vereinigung „Die wahre Religion“ in der Süddeutschen Zeitung (15.11.2016)

„Das Verbot des Netzwerks ist auf jeden Fall zu begrüßen“, sagt Islamwissenschaftler und Jurist Mathias Rohe. Aber er warnt auch: „(…) sie werden andere Plattformen finden.“

Über DITIB und Moscheevorhaben

Vortrag von Jörn Thielmann über den „Islam in Bad Kreuznach – wie kann ein friedliches Zusammenleben gestaltet werden?“, Allgemeine Zeitung (23.11.2016)

Jörn Thielmann referierte u.a. über die Bedeutung der Predigten, die DITIB sowie festgefahrene Moscheediskussionen und trug dabei zur Versachlichung der Debatte um den Moschee-Neubau nahe Bosenheim bei.

Religion und Gesellschaft

Vortrag von Mathias Rohe zum Thema „Der Islam im säkularen Europa“, ARD-alpha (12.11.2016)

Kann der Islam zu Europa gehören? Dieser gesellschaftlich und politisch hoch relevanten Frage widmete sich Professor Mathias Rohe am 13. April in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Er konzentriert sich dabei auf die Chancen und Herausforderungen, die sich für die europäischen Staaten wie auch für die Muslime in Europa ergeben.
Für eine fundierte Antwort auf die Frage, ob der Islam zu Europa gehören kann, muss geklärt werden, wie sich die vielfältigen Strömungen des Islam zu den Rahmenbedingungen europäischer Rechtsstaaten verhalten. Auch das säkulare Europa kennt eine Vielfalt an Konzepten, wie das Verhältnis zwischen Staat und Religionen zu regeln ist.

Mit dem Thema „Sinnstiftungssysteme im Konflikt“ beschäftigt sich eine Veranstaltungsreihe an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Namhafte Wissenschaftler/innen aus unterschiedlichen Disziplinen hinterfragen die Spannungen zwischen Religion und säkularen Wissensordnungen und suchen nach Lösungsmöglichkeiten für moderne Gesellschaften.

Kultur des Autoritarismus

Gastkommentar von Hüseyin Çiçek in der Neuen Zürcher Zeitung (08.11.2016)

Hüseyin Çiçek erklärt in einem Gastkommentar der NZZ, warum das autoritäre Vorgehen Erdogans und der AKP in der politischen Kultur der Türkei keine Ausnahme ist. Und er zeigt auf, wie die AKP in einem Dreischritt aus türkischem Nationalismus, Islamismus und liberaler Wirtschaftspolitik verschiedenste Wählerkreise für sich gewinnen konnte.

„Der Islam in Deutschland“

Podcast zu Mathias Rohes neuer Publikation, Deutschlandradio Kultur (29.10.2016)

Ein Interview mit Mathias Rohe zu den Inhalten seiner neuen Monographie „Der Islam in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme“ sowie eine Buchkritik von Thilo Guschas in der Sendung „Lesart“. Mathias Rohe hat Forschungsstand und statistische Erkenntnisse über die deutsche muslimische Community ausgewertet. Mit seinem Sachbuch liefert er eine lohnenswerte Lektüre – voller nüchterner Fakten.

Diskussion über Integration

Eine Diskussion in der Reihe „Was werden wir werden?“ der Sparte 4 in SR 2 mit Jörn Thielmann (13.10.2016)

Eine Diskussion mit dem Islamforscher Dr. Jörn Thielmann und dem Germanisten Dr. Johannes Birgfeld über Recht, Religion und Freiheit des Islam. Tilla Fuchs hat sich vorab mit Thielmann über die historisch geprägten Vorstellungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens mit Muslimen und Christen unterhalten.

Thema: Zehn Jahre Deutsche Islam Konferenz in Berlin

Podiumsdiskussion mit Mathias Rohe zum Thema „Muslime in Deutschland – deutsche Muslime“, Phoenix (27.09.2016)

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), Ayman Mazyek (Zentralrat der Muslime in Deutschland), Publizistin Sineb el-Masrar und Mathias Rohe, Direktor des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa, diskutieren auf dem Podium.

Quelle: Youtube-Kanal von Phoenix

„Die Millionen von Islamexperten sind zur Landplage geworden“

Interview mit Mathias Rohe auf RP-Online (26.09.2016)

Über eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Islam, Diskussionen um Burka-Verbot, Ditib und Terrorismus sowie über Islamkritik und Islamhass.

„Es verbindet uns mehr, als uns trennt“

Mathias Rohe im Interview mit Ulrich Kühn vom NDR, Audiodatei (15.09.2016)

Über eine „sachbezogene Beschäftigung mit dem Islam in Deutschland“, seine neue Publikation „Der Islam in Deutschland“ und über die Illusionen und Ängste in den Debatten über den Islam.

„Wir überschätzen die Macht des Rechts“

Mathias Rohe im SPIEGEL-Gespräch mit Dietmar Hipp und Cordula Meyer (10.09.2016)

Was wird das größte Problem bei der Integration? Das freie Zusammenleben der Geschlechter, sagt Jurist Mathias Rohe im SPIEGEL-Gespräch. Einige Muslime glaubten: „Die Europäerin ist leicht zu haben.“

Kinderehen meist in patriarchalisch geprägten Kulturen

Mathias Rohe im Interview mit Catherine Simon auf Qantara.de (09.09.2016)

In Deutschland sind fast 1.500 verheiratete Kinder und Jugendliche registriert. Etwa 360 von ihnen sind sogar jünger als 14 Jahre. Mathias Rohe erläutert im Gespräch mit Catherine Simon die Hintergründe.

Fast 1.500 Kinderehen in Deutschland

Mathias Rohe im Interview mit Kevin Schubert von heute.de (09.09.2016)

Mindestens 1.475 Kinder in Deutschland sind verheiratet. Das zeigen aktuelle Zahlen des Bundesinnenministeriums. Rechtsexperte Mathias Rohe spricht von einem „dramatischen Phänomen“ und einer Zahl, „die wir sehr, sehr ernst nehmen müssen“, warnt aber vor Verallgemeinerungen.

Machtkampf islamistischer Fraktionen

Hüseyin I. Çiçeks Gastkommentar zur derzeitigen Instabilität der Türkei, zum versuchten Militärputsch und vom tiefen Misstrauen innerhalb der türkischen Politik, Neue Zürcher Zeitung (27.08.2016)

Der versuchte Militärputsch und Erdogans flächendeckenden Repressionsmassnahmen als Reaktion zeigen: Die Gesellschaft in der Türkei trennen tiefe Gräben, die politische Landschaft ist von Misstrauen und Hass geprägt.

Warum Erdogan hier so viele Anhänger hat

Hüseyin I. Çiçek im Interview zur Begeisterung vieler Deutschtürken für Erdogan und zum Einfluss Ankaras auf den Moscheen-Dachverband DITIB in Deutschland, Nürnberger Zeitung (12.08.2016)

Mit welchem der beiden Länder identifiziert sich die Mehrheit der Deutschtürken am stärksten? Wie macht sich die Begeisterung vieler Erdogan-Anhänger bemerkbar? Und ist die DITIB, der türkische Moscheen-Dachverband in Deutschland, Ankaras Sprachrohr?

„Anlass zur religiösen Erneuerung“

Jörn Thielmann in den Neuesten Badische Nachrichten über die Ankunft der Flüchtlinge in Deutschland und die Chancen für christliche Gemeinden (06.08.2016)

Moscheegemeinden wachsen, christliche Kirchen schrumpfen. Aber: Dies kann Anlass sein zur religiösen Erneuerung, argumentiert Jörn Thielmann. „Durch die Bewegung mit muslimischen Flüchtlingen, die religiös sind und das nach außen auch deutlich zeigen, kommt auch Bewegung in die Kirchen rein.“

„Eine gefährliche, demokratiegefährdende Richtung“

Hüseyin I. Çiçek im Interview zur Lage in der Türkei nach dem Putschversuch des Militärs, auf #meineFAU (01.08.2016)

Ob die Türkei sich auf dem Weg zu einem islamischen Gottesstaat befindet und wie türkische Kollegen mit der Situation umgehen, erklärt Hüseyin I. Çiçek im Interview.

„Wir brauchen Gegenwelten gegen die Radikalen“

Mathias Rohe im Interview bei BR 24 (27.07.2016)

Terror im Namen des Islam? Welchen Nährboden bietet der Islam dem Extremismus? Antworten auf diese Fragen findet Islamwissenschaftler Mathias Rohe.

„Der IS-Propagandaabteilung glaube ich kein Wort“

Mathias Rohe zu Gast in der Frankenschau Aktuell (27.07.2016)

Er erklärt, wie die Terrormiliz Islamischer Staat Nachwuchs rekrutiert – und wie verhindert werden kann, dass sich Sympathisanten radikalisieren.

Morden im Namen des IS – Warum ist der Islam so anfällig für Extremismus?

Mathias Rohe zu Gast beim „Tagesgespräch“ von Bayern 2 (27.07.2016)

In der Diskussion mit den Anrufern beschäftigte sich Mathias Rohe u.a. mit den folgenden Fragen: Ist Gewalt im Namen der Religion vor allem ein Problem des Islam? Und wenn ja, warum ist der Islam so anfällig für Extremismus?

Demokratie und Opfer: Weshalb die Ereignisse in der Türkei zur Sorge Anlass geben

Hüseyin I. Çiçek im Blog zum Putschversuch in der Türkei und den damit einhergehenden Ereignissen (20.07.2016)

Über das türkische Staatsverständnis, nationalistische Tendenzen in der Türkei, die Fethullah-Gülen-Bewegung und das ungleichgewichtete Verhältnis von Demokratie und Opfer schreibt Hüseyin I. Çiçek in seinem Blogbeitrag auf Fokus-Nahost.

Durch muslimische Zuwanderung: Chance auch für christliche Kirchen

Jörn Thielmann im christlichen Medienmagazin „Pro“ (20.07.2016)

Mit den Flüchtlingen wächst die Zahl der Muslime in Deutschland deutlich. Der Zuzug der Muslime kann für die christlichen Kirchen ein Anlass zu einer religiösen Erneuerung sein.

Radikalisierung von Jugendlichen

Der Bayerische Rundfunk im Gespräch mit Mathias Rohe nach dem Axt-Angriff eines 17-Jährigen bei Würzburg, Frankenschau Aktuell (19.07.2016)

Der sogenannte Islamische Staat hat sich zu dem Angriff in der Nähe von Würzburg bekannt – doch wie glaubwürdig ist dies? Und hat der Islamische Staat Zugriff auf Jugendliche in Deutschland? Mathias Rohe findet Erklärungen für die Radikalisierungstendenzen von Jugendlichen in Deutschland: das Zusammenwirken von sozialen Gruppendynamiken, charistmatischen Predigern, Internetpropaganda und oft schwierigen Lebensläufen der Jugendlichen.

Warum aus dem Nahen Osten? Migration nach Deutschland am Anfang des 21. Jahrhunderts

Die Aufzeichnung der Vorlesung von Jörn Thielmann im Rahmen einer bundesweiten Online-Ringvorlesung (15.07.2016)

Menschen aus dem Nahen Osten kamen seit Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa, auf der Suche nach Bildung, Arbeit oder auch Schutz vor politischer Verfolgung. Ihre Zahl nahm besonders zu in der Arbeitsmigration der 1960er Jahre, als Türken, aber auch Marokkaner und Tunesier gezielt angeworben wurden. In den letzten Jahren und Jahrzehnten jedoch fliehen Menschen aus dem Nahen Osten vor Unterdrückung und Bürgerkriegen, aber auch vor Hoffnungslosigkeit. Die Vorlesung will Fluchtursachen wie Hoffnungsträume nachzeichnen.

Rechtliche Grauzone: Kinderehen von Flüchtlingen

Mathias Rohe im BR zu Kinderehen und den einhergehenden Herausforderungen für Politik und Justiz (26.06.2016)

In Deutschland darf man mit 18 Jahren – in Ausnahmefällen mit 16 – heiraten. Doch was wenn minderjährige Mädchen im Ausland geheiratet haben? Vor diesem Problem stehen derzeit Justiz und Politik.

Wie leben Muslime im Freistaat?

Ein Radiobeitrag des BR zu den ersten Ergebnissen des Forschungsprojekts „Islam in Bayern“ (13.06.2016)

Nach den Anschlägen auf das französische Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ im Januar 2015 hat das bayerische Kultusministerium ein Forschungsprojekt angestoßen, das die Lebensrealität bayerischer Muslime untersuchen soll. Bis 2018 forscht das EZIRE, wie Muslime in Bayern integriert sind, aber auch welche Schwierigkeiten es gibt.

Europa muss Spannungen aushalten

Ein Interview mit Hüseyin I. Çiçek auf ORF1 zum Thema gesellschaftliche Spannungen in Europa (06.06.2016)

Nicht zuletzt die Flüchtlingskrise zeigt, dass auch der Faktor Religion eine Rolle bei der Integration hier ankommender Menschen spielt, ebenso der traditionelle und kulturelle Hintergrund, aus dem sie kommen. Politische Beobachter sehen darin nicht in erster Linie Hindernisse, sondern auch Chancen für eine gelingende Integration. Für einen Mittelweg zwischen Blauäugigkeit und Misstrauen plädiert etwa Hüseyin I. Çiçek, assoziiertes Mitglied des EZIRE.

Rohe fordert differenziertes Denken

Ein Artikel über Mathias Rohes Vortrag „Der Islam in Deutschland. Konflikte und Lösungen“ in Forchheim, Nordbayerische Nachrichten (02.06.2016)

Mathias Rohe über ein Schwarz-Weiß-Denken, Ethik im Islam, kulturelle Ursachen von Gewalt sowie patriarchalische Gesellschaftsstrukturen und über die Nachwuchsrekrutierung der Salafisten in Justizvollzugsanstalten.

Brandbeschleuniger oder doch Versöhner?

Ein Interview mit Hüseyin I. Çiçek von Markus Andorf über den Dialog der Religionen, Integration und das Versöhnungspotential der Religion in Konflikten, Die Furche (25.05.2016)

Türkei: Die Rückkehr des Militärs

Blogbeitrag von Hüseyin I. Çiçek in Fokus-Nahost (19.03.2016)

Folgen der Flüchtlingswelle – Ein Wiedererstarken von Parallelgesellschaften?

Ein Interview mit Mahmoud Jaraba von Roswitha Kern über Scharia-Gerichte, Parallelgesellschaften und deren Ursachen, veko online (Feb. 2016)

„Das Konzept von Scharia Gerichten wird in den deutschen Medien und der öffentlichen Debatte missinterpretiert. Wenn man die von muslimischen Akteuren angewandten ‚Alternativen Konfliktresolutionsmechanismen‘ alle gleich behandelt, ignoriert man dabei die Vielzahl an verschiedenen Akteuren, Anwendungsmethoden, aber auch Beziehungsverhältnisse zwischen diesen Akteuren und den deutschen Behörden. Zweijährige Feldforschungen haben sogar ergeben, dass religiöse Akteure zum einen nur einen Bruchteil von den relevanten Akteuren innerhalb der muslimischen Gemeinschaft darstellen, und zum anderen Religion nur eine geringfügige Motivationsgrundlage für parallele Rechtssysteme darstellt…“

Auslandskämpfer im Syrienkrieg

Ein Interview mit Hüseyin I. Çiçek von Carsten Bergmann (RND/Madsack Mediengruppe), Leipziger Volkszeitung (29.01.2016).

Hüseyin I. Çiçek über die Rolle der YPG im Kampf gegen den Islamischen Staat, die Bedeutung der ausländischen Soldaten in ihren Reihen und zur Zukunft Syriens.

Brauchen wir eigentlich wirklich mehr Forschung zum Salafismus? Und wenn ja: welche?

Blogbeitrag von Riem Spielhaus, sicherheitspolitik-blog (21.01.2016).

In aktuellen politischen Debatten genauso wie in wissenschaftlichen Veröffentlichungen wird häufig festgestellt, dass wir zu wenig über das Phänomen des Salafismus wissen. In der Tat: Auf empirischen Daten basierende Veröffentlichungen sind immer noch selten, während konzeptuelle und ideengeschichtliche Auseinandersetzungen mit dem salafistischen Feld in den vorhandenen Publikationen ebenso überwiegen wie die Zahlen aus Sicherheitsbehörden. Was sind die Ursachen dafür, welches Wissen benötigen wir und welche Forschungsansätze sind vielversprechend?

„Religiöses Recht und säkularer Staat“

Vortrag von Mathias Rohe im Rahmen des Jüdisch-Islamischen Forums der Akademie des Jüdischen Museums Berlin mit anschließender Diskussion mit Ronen Reichman, Professor für Talmud, Codices und Rabbinische Literatur an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, und Yasemin Shooman, Leiterin der Akademieprogramme, Ringvorlesung „Judentum & Islam in der Diaspora“ (19.01.2016)
Quelle: Jüdisches Museum Berlin auf youtube

Richter ohne Gesetz: Islamische Paralleljustiz in Deutschland

Karin Schirner im BR über die Studie „Paralleljustiz“ von Mathias Rohe und Mahmoud Jaraba (14.01.2016).

Nach Vorfällen in Köln: „Nicht Flüchtlinge verantwortlich machen“

Stephanie Rupp im Gespräch mit Mathias Rohe, Nürnberger Zeitung (07.01.2016).

Familienclans: „Gibt Viertel, da zucken die Menschen bei bestimmten Namen zusammen“

Interview mit Mathias Rohe, Focus Online (05.01.2016).

Interview: „Der Terror: Ist Europa zu schwach?“

Interview mit Hüseyin I. Çiçek, Kronen Zeitung s’Magazin, S. 4-5 (22.11.2015).

Jurapol im Dialog mit Mathias Rohe

Interview mit Mathias Rohe über sein Buch „Das islamische Recht“ und die Meinungen über den Islam (19.11.2015).
Quelle: Jurapol auf youtube

Interview mit Hüseyin I. Çiçek zu den Anschlägen in Paris

Radio Liechtenstein, Teil I und II des Interviews sind online abrufbar (16.11.2015).

Islamismus in der Türkei. Necmettin Erbakans Erben sind am Ziel

Gastkommentar von Hüseyin I. Çiçek in der Neuen Zürcher Zeitung (05.11.2015).

„Das lange 19. Jahrhundert“ – ein Zeitalter der Extreme: Der Genozid an den Armeniern im Schatten des Berliner Abkommens 1878

Beitrag von Hüseyin I. Çiçek in von Fokus-Nahost (02.11.2015).

Das Ende der türkischen Demokratie oder die Wiedererstarkung des Militärs in der Türkei

Kommentar von Hüseyin I. Çiçek in Fokus-Nahost (22.09.2015).

Ankaras Albtraum einer kurdischen Zone

Gastkommentar von Hüseyin I. Çiçek in der Neuen Zürcher Zeitung (28.08.2015).

„Die rechtliche Anerkennung ist ein wichtiges Signal“

Interview mit Riem Spielhaus via Mediendienst Integration zu Islam-Gutachten in Deutschland (26.05.2015).

Der Islam im deutschen Rechtsstaat

Vortrag von Prof. Dr. Mathias Rohe vom 27. April 2015.
Quelle: Videoportal der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nurnberg

„Du gehörst mir oder der Erde“ – ein Widerspruch:

Publikation von Meltem Kulaçatan auf der Homepage von Fokus-Nahost (19.03.2015).

Kopftuchverbot

Interview mit Mathias Rohe in BR 2 (14.03.2015).

„Nach den Anschlägen von Paris: Was denken Sie über den Islam?“

Mathias Rohe im Tagesgespräch mit Stephanie Heinzeller, Bayern 2 und ARD alpha (12.01.2015).

AKPs Geo- und Gesellschaftspolitik

Publikation von Hüseyin I. Çiçek auf der Homepage von Fokus-Nahost (26.12.2014).

„Der Islam gehört zu Deutschland“

Ein Kommentar von Riem Spielhaus via Mediendienst Integration (08.08.2014).

Religionen im Gespräch – Scharia. Eine Gefahr für das deutsche Recht?

Sendung veröffentlicht vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen (03.07.2014) auf Youtube.
Wolfgang Reinbold im Gespräch mit Prof. Dr. Mathias Rohe und dem Religionswissenschaftler Dr. Ibrahim Salama von der Universität Osnabrück.

Will the Palestinian Unity Government Survive?

Publikation von Mahmoud Jaraba in Sada (02.07.2014).

The new Palestinian unity government was sworn in on June 2, 2014, promising to end seven years of violent dispute between Fatah and Hamas and between the West Bank and the Gaza Strip. The mild optimism that the agreement on the unity government generated, however, has been short-lived.

Die verpasste Chance einer Politik des Ausgleichs. Gastkommentar zum ISIS

Publikation von Hüseyin I. Çiçek, in: Neue Zürcher Zeitung (27.06.2014).

Wahlmöglichkeit in der Türkei von unschätzbarem Wert

Ein Kommentar von Meltem Kulaçatan via FAU aktuell (23.05.2014).

Am 24. Mai ist der türkische Ministerpräsident Erdoğan zu Besuch in Köln – ein Auftritt der nicht unumstritten ist. Man hätte ihn ausladen müssen, meinen einige Politiker. Auslanden sei ein unnötiger Affront, meinen die anderen. Doch was bedeutet sein Besuch für die türkischen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland? Und wie verteilen sich die Sympathien der Wählerschaft in der Türkei selbst?

The Egyptian Military’s Economic Channels of Influence

Publikation von Mahmoud Jaraba via Middle East Institute (12.05.2014).

Egypt’s new constitution grants the country’s generals greater autonomy and an increased formal political role.

Differenzieren statt pauschalisieren

Interview mit Mathias Rohe via Qantara (22.04.2014).

Das Wiesbadener Strafgericht hat am 24. März 2014 einen 23-jährigen Deutsch-Afghanen wegen Mordes an seiner schwangeren Ex-Freundin zu lebenslanger Haft verurteilt. Bei der Begründung verwiesen die Richter auf den kulturellen Hintergrund des Täters. Über diesen umstrittenen Fall sprach Eren Güvercin mit dem Juristen und Islamexperten Professor Mathias Rohe.

Fatah in the Shadow of the Abbas-Dahlan Conflict

Publikation von Mahmoud Jaraba in Sada (22.04.2014).

The escalating dispute between Mahmoud Abbas and Mohammad Dahlan divides and weakens Fatah, and it complicates the issue of internal succession.

Thielmann: Religionsfreiheit in Ägypten gestärkt

Interview mit Jörn Thielmann via Deutsche Welle (17.01.2014).

Die Ägypter haben für die neue Verfassung ihres Landes votiert. „Das neue Grundgesetz stärkt vor allem die Buchreligionen“, sagt der Islam-Experte Jörn Thielmann im DW-Interview.

Der verpasste Sommer

Publikation von Meltem Kulaçatan in Fokus-Nahost (05.01.2014).

Seit nunmehr über zwei Wochen wird die Türkei von einem Korruptionsskandal erschüttert, der bis tief in die Regierungskreise reicht. Im Zuge dessen sind drei Minister von ihren Posten zurückgetreten. Gleichzeitig tauschte der türkische Ministerpräsident einen Großteil seines Kabinetts aus und besetzte die freiwerdenden Stellen mit ihm nahestehenden Politikern und Politikerinnen.

Ein ›heißer Krieg‹ im Kalten Krieg: Saudi-Arabien und der Bürgerkrieg in Syrien

Publikation von Jens Kutscher in Fokus-Nahost (04.11.2013).

In Syrien fechten auch Saudi-Arabien und Iran einen Stellvertreterkrieg aus. Schon seit der islamischen Revolution 1979 befinden sich beide Länder in einem Kalten Krieg und wetteifern um die regionale Hegemonie am – je nach Sichtweise – Arabischen oder Persischen Golf.

Die Türkei im außenpolitischen Spannungsfeld zwischen westlichen Militärbündnissen und dem Nahen Osten

Publikation von Meltem Kulaçatan in Fokus-Nahost (25.10.2013).

Der zweite Artikel in unserem Spezial “Bürgerkrieg in Syrien” behandelt die Rolle der Türkei. Die Türkei als direkter Nachbarstaat Syriens ist unmittelbar von den Folgen des Bürgerkriegs in Syrien betroffen. Eine der virulentesten Folgen…

Mission Impossible? Islamische Zentren zwischen Politik, Religion und Wissenschaft

Beitrag von Riem Spielhaus via Sagwas.net (21.10.2013).

Die Erwartungen an die durch die Bundesregierung geförderten Islamischen Zentren in deutschen Universitäten sind hoch. In Windeseile sollen sie ein neues Fach etablieren, Lehrerinnen und Lehrer für den islamischen Religionsunterricht produzieren, für das in den meisten Bundesländern noch nicht einmal die Lehrpläne feststehen und am liebsten auch noch die ‚guten Imame‘ für Deutschlands Moscheen ausbilden, die dann die Integration von Muslimen und am liebsten auch gleich allen „Problemjugendlichen“ übernehmen sollen.

Muslime in Deutschland: Zu Fremden gemacht

Interview mit Riem Spielhaus und Meltem Kulaçatan via Mediendienst Integration (03.10.2013).

Fast die Hälfte der Muslime, die hier leben, sind Deutsche. Dennoch werden sie vom Staat, von der Wissenschaft und Politik immer wieder mit Einwanderern und Ausländern gleichgesetzt. Das zeigt unter anderem die gängige Praxis der Behörden, die offenbar sämtliche muslimische Vereine auffordern, sich im Ausländervereinsregister anzumelden.

Selbstdefinition in der Statistik: Wer bezeichnet sich als Muslim?

Publikation von Riem Spielhaus via Mediendienst Integration (25.09.2013).

Wie viele Muslime leben in Deutschland? Für eine verlässliche Antwort vertrösteten Experten in den vergangenen Jahren auf die Ergebnisse des Zensus 2011. Seit Kurzem liegen diese vor und werfen mehr Fragen auf als sie beantworten. Als Muslime bezeichneten sich nur 1,9 Prozent der Bevölkerung. Was sagt das über die Selbstdefinition als Muslim aus?

„Islamisches Recht und säkulare Gesellschaft – Ist die Trennung von Staat und Kirche mit den Prinzipien des Islam vereinbar?“

Prof. Dr. Mathias Rohe referiert zur Frage „Islamisches Recht und säkulare Gesellschaft – Ist die Trennung von Staat und Kirche mit den Prinzipien des Islam vereinbar?“ (07.06.2013).
Quelle: Friedrich-Naumann-Stiftung auf Youtube, veröffentlicht am 21.06.2013.

Verfassungsrechtliche Entwicklungen in der Arabischen Welt

Vortrag von Prof. Dr. Mathias Rohe am 28. November 2012.
Quelle: Videoportal der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

„Wissenschaftler sollten gewarnt sein“

Interview mit Riem Spielhaus, Die Tageszeitung (09.03.2012).
Innenminister Friedrich ist nicht allein: Die Islamwissenschaftlerin Riem Spielhaus über den Missbrauch von „Muslim-Studien“ durch die Politik.

„Demokratie aus dem Islam heraus begründen“

Interview mit Mathias Rohe, L.I.S.A. (21.12.2011).

In die allgemeine Freude über die arabischen Revolutionen mischt sich immer wieder Skepsis. Was kommt danach? Welche politische Gruppen und Parteien werden die Länder in Zukunft führen?

Eine westliche Fehlinterpretation

Ein Kommentar von Mathias Rohe via Qantara (03.12.2011).

Die Scharia ist ein vielfältig auslegbares Normenbündel – für und auch gegen mehr Demokratie. Islamistische Parteien sind nicht per se demokratiefeindlich.

„Demokratie mit Scharia ist möglich“

Interview mit Mathias Rohe, Deutschlandradio (25.10.2011).

Scharia ist nicht gleich Scharia: Moderne und mittelalterliche Interpretationen seien möglich, sagt Mathias Rohe, Experte für Islam und Recht in Europa. „Wenn man heute Reformen durchführen will in der islamischen Welt und nicht nur die Hauptstadteliten mitnehmen (…), dann muss man innerhalb der Scharia argumentieren“, erklärt er.

Islam-Debatte: Das ist Rechtskulturrelativismus

Ein Beitrag von Mathias Rohe in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (22.02.2011).

Geheimkommando Scharia-Import? Die Legende vom heimlichen Umbau des Rechtssystems gehört zu den Erfindungen der Islamkritik. Der Jurist und Islamwissenschaftler Mathias Rohe antwortet auf Necla Kelek.

 Muslimische Haltungen zum säkularen Rechtsstaat

Vortrag von Prof. Dr. Mathias Rohe vom 08. Februar 2011.
Quelle: Videoportal der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

„Zwang wird nicht geduldet“

Interview mit Mathias Rohe, Zeit online (06.05.2010)
Der Jurist Mathias Rohe über das belgische Burkaverbot und westliche Kopftuchpolitik.

Der Islam muss keine Kirche werden

Interview mit Mathias Rohe im Tagesspiegel (25.07.2009).

Mathias Rohe über den Erfolg von Schäubles Islam-Konferenz und verpasste Chancen im Kopftuch-Streit.

„Angekommen in Mitte der Gesellschaft“

Interview mit Mathias Rohe in der Frankfurter Rundschau (27.10.2008).

Islamwissenschaftler Mathias Rohe über osmanische Architektur, die Auslegung der Scharia und religiöse Identitäten.

„Integrative Islam-Interpretationen sind alternativlos“

Interview mit Mathias Rohe via Qantara (05.03.2008).

Nach Ansicht des Islamwissenschaftlers Mathias Rohe ist es höchste Zeit für die hier lebende muslimische Bevölkerung, religiöse Grundlagen zu finden, die sich klar im Rahmen des säkularen Rechtsstaats bewegen. Mit ihm sprach Loay Mudhoon.